Stolpersteine putzen – Erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus

12.11.2025

Am Montag (10.11.) unternahmen wir, die 10a, morgens einen Rundgang, um Stolpersteine in der Nähe des Paulinum zu putzen. Die Reichspogromnacht jährt sich dieses Jahr zum 87. Mal, und wir nahmen dies zum Anlass, an die Opfer des Nationalsozialismus zu denken und sie zu ehren.

Mithilfe der App „Stolpersteine NRW“ des WDR fanden wir sieben Stolpersteine in unserer Nähe, liefen dorthin und putzten sie. Zusätzlich erzählten einige Klassenkamerad:innen an den jeweiligen Stolpersteinen etwas über die Lebensgeschichten der Menschen, an die die Steine erinnern. Jeder Stolperstein wurde nämlich für einen Menschen in den Boden eingelassen, der im Auftrag des NS-Regimes verfolgt oder deportiert wurde. Die Orte der Stolpersteine sind jene, an denen die NS-Opfer zuletzt freiwillig gewohnt oder gearbeitet haben. So putzten wir an der Hüfferstraße den Stein, der an Julitta Krause erinnert, die als Kind nach Auschwitz deportiert wurde, weil sie zu den Sinti und Roma gehörte. An der Domagkstraße besuchten wir den Stolperstein von Hermann Freund, der 1933 Leiter des Pharmakologischen Instituts der Universität Münster war, aber als Jude bald Berufsverbot erhielt. Auch er wurde in Auschwitz ermordet.

Da es mittlerweile über 100.000 Stolpersteine in 27 europäischen Ländern gibt, handelt es sich bei dem Projekt des Künstlers Gunter Demnig um das größte dezentrale Mahnmal der Welt.

Wir sind sehr dankbar, dass wir diese Erfahrung machen konnten und durch den Besuch der Stolpersteine die Lebensgeschichten einiger Opfer des NS-Regimes in Münster kennengelernt haben.

von Rishika Sunder und Aarshiya Shrestha (10a)