Spektakulärer Stratosphärenflug vom Pausenhof am Paulinum
Ein aufregendes Abenteuer erlebte eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen 7-8 am Paulinum, als sie die Möglichkeit hatten, einen Stratosphärenflug zu realisieren. In den ersten beiden Tagen des Workshops konstruierten sie eine Sonde, die sowohl die extremen Bedingungen in der Stratosphäre als auch die anschließende Landung unbeschadet überstehen sollte. Ursprünglich sollte der Start früher stattfinden, doch das Regenwetter machte einen Strich durch die Rechnung. Nach zwei Wochen Wartezeit bot sich schließlich das perfekte Wetter, und die Schülerinnen und Schüler erhielten die lang ersehnte Flugerlaubnis.
In der großen Pause startete der Ballon mit einer beeindruckenden Steiggeschwindigkeit von 5 m/s direkt vom Schulhof des Paulinum und bot einen atemberaubenden Blick über Münster bis hin zum Rande des Weltalls. Er stieg auf eine beeindruckende Höhe von 38 Kilometern und erreichte eine maximale Geschwindigkeit von 153 km/h, genau wie es die aktuellen Winddaten vorhergesagt hatten. In dieser Höhe war die Krümmung der Erde deutlich erkennbar, und der Übergang der atmosphärischen Schichten bis zum Schwarz des Weltalls war ein unvergessliches Erlebnis. Der Latex-Ballon, der am Boden einen Durchmesser von etwa 1,5 Metern hatte, dehnte sich aufgrund des sinkenden Luftdrucks immer weiter aus, bis er bei etwa 12 Metern Durchmesser schließlich platzte. Ein Bild hält den spannenden Moment des Platzens fest, während das gesamte Video des Fluges von den Jugendlichen derzeit bearbeitet wird und in Kürze verfügbar sein wird.
Nach dem Platzen des Ballons sank die Box sanft am Fallschirm zu Boden. Die Flugroute konnte per GPS live verfolgt werden, und die Landung in der Nähe einer Autobahn sorgte für ein wenig Aufregung. Glücklicherweise verlief alles reibungslos.
Die Box konnte unversehrt geborgen werden, und am letzten Workshoptag hatten die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, die gesammelten Daten auszuwerten. Die Sensoren in der Box lieferten faszinierende Einblicke in physikalische Phänomene wie die Veränderung von Luftdruck und Temperatur. Ein mitgeführtes Geiger-Müller-Zählrohr erfasste die Zunahme der Höhenstrahlung. Eine Schülergruppe hatte unterhalb der Kamera einen Schokokuss befestigt, der sich ebenfalls mit abfallendem Luftdruck ausdehnte und schließlich platzte.
Der Workshop endete mit der Auswertung der gesammelten Daten, die bald der Schulgemeinschaft präsentiert werden. Es war für alle Beteiligten eine spannende Erfahrung, und wir möchten uns herzlich bei der Malerfirma Brück und der Firma Stratoflights für ihre Unterstützung bedanken.
von Dr. Melanie Klein-Bösing







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