Spannender Einblick in die medizinische Bildgebung – Schülerlabor-AG entdeckt die PET

19.04.2026

Heute wurde es in der Schülerlabor-AG besonders spannend: Die Schülerinnen und Schüler tauchten in die Welt der modernen Medizin ein und lernten das Prinzip der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) kennen.

Dieses Verfahren wird vor allem in der Krebsdiagnostik eingesetzt, um Tumore im Körper sichtbar zu machen. Die Kinder konnten wie immer selbst aktiv werden. Mithilfe eines 3D-gedruckten Gehirnmodells versteckten die Schülerinnen und Schüler einen „Tumor“ in Form eines kleinen Magneten. Anschließend ging es darum, dessen Position zu bestimmen. Dafür erzeugten sie per Zufall (mit einem Würfel) passende „Signale“, die zwischen den Gruppen ausgetauscht wurden. Anhand dieser Informationen konnten die anderen Gruppen den Tumor Schritt für Schritt lokalisieren.

Das zugrunde liegende Prinzip ist schnell erklärt: Bei der PET werden Signale aus dem Körper gemessen, aus denen der Ursprungsort – also zum Beispiel ein Tumor – berechnet werden kann. Das reale Verfahren basiert auf der Injektion von Radiotracern, die Positronen emittieren, welche im Gewebe mit Elektronen zerstrahlen und dabei zwei entgegengesetzte Photonen erzeugen. Diese werden von ringförmig angeordneten Detektoren gleichzeitig registriert, was die präzise Lokalisierung von Stoffwechselvorgängen im Tumor ermöglicht.

Durch das anschauliche Experiment konnten die Schülerinnen und Schüler ein komplexes medizinisches Verfahren auf einfache Weise verstehen und selbst erklären. Die verwendeten Modelle stammen aus dem Netzwerk Teilchenwelt und der Initiator David Borgelt hat dieses Experiment heute erstmals überhaupt mit Kindern durchgeführt.

Eine rundum gelungene AG-Stunde, die gezeigt hat, wie praxisnah und verständlich moderne Medizin vermittelt werden kann.

von Dr. Melanie Klein-Bösing