Quantum 100: Abschlussveranstaltung in der Halle Münsterland 

20.11.2025

Am Samstag war es so weit – das lange vorbereitete Abschlusskonzert von „Quantum 100“ fand in der Halle Münsterland vor großem Publikum unter der Beteiligung der Chöre des Paulinum statt.  

Überall an der Schule hörte man in den letzten Monaten „Quantum 100“, den Titel des Jubiläums, mit dem wir 100 Jahre Quantentheorie feiern. Im Vordergrund stand die Musik, denn für das internationale Abschlusskonzert bereiteten sich die Chöre, bestehend aus 160 Schülerinnen und Schülern, dem Chor „Piano 22/30“, Eltern und Freunden unter der Leitung der Fachschaft Musik intensiv vor. 

Die Physiklehrkräfte freuen sich, mit der Teilnahme am Projekt Begeisterung für Physik zu wecken und organisieren dazu an der Schule unterschiedliche Events wie Lesungen, Workshops, Vorträge und eine Kinderuni. Auch im Rahmen der Abschlussveranstaltung, die von der Deutschen Physikalischen Gesellschaft und der Universität Münster ausgerichtet wurde, gab es für unsere musizierenden Kinder in den Probenpausen einiges zu entdecken. Neben der Möglichkeit, z.B. Quantenminigolf zu spielen, gab es für einige Kinder einen ganz besonderen Moment: Sie trugen für das Konzert die Konterfeis von berühmten Physikern und trafen ihre Originale. Nobelpreisträger Klaus von Klitzing freute sich über Jakob, der ihn auf seinem T-Shirt trug mit den Worten „Guck, ich bin noch nicht tot“, und ließ es sich nicht nehmen, den Jungen zu fotografieren. Das andere Bild zeigt Claudius, der sich mit dem „Austro-Nobelpreisträger“ Markus Arndt auf Anhieb sehr gut verstand. 

Der große Tag begann schon früh für die Chöre mit Soundchecks, Lichtproben und Durchläufen des 5. Satzes in der eindrucksvollen riesigen Halle. Gerade die Technik war derart aufwendig mit Surround-Effekten und der durch die ganze Halle verteilten Aufstellung, dass die Sängerinnen und Sänger mit viel Geduld warten mussten, bis die Profis zufrieden waren.  

Dann begann das lang ersehnte Konzert. Der Komponist Yannick Paget hatte dabei die Instrumentalisten fest im Griff und performte selbst auf den von einem japanischen Künstler eigens hergestellten Instrumenten (Ceramophon) eindrucksvolle Rhythmen, untermalt von Live-Videoanimationen. Nach der Pause kam dann der große Auftritt des Chores in bester Sinfonie-Tradition im letzten Satz und es klappte so gut wie nie zuvor: Voller Energie, hochkonzentriert und ausdrucksstark setzte der Chor den Höhepunkt des Konzertes mit der gesungenen Botschaft: „Wir sind der Atem des Lebens, die Entdecker der Welten“! Die Kraft übertrug sich schnell und zog SängerInnen und Publikum gleichermaßen in den Bann. Tosender Applaus zollte den Akteuren Respekt vor einer grandiosen Leistung. 

Bei der Aftershow-Party merkte man dann, wie die Anspannung aller sich in Stolz und Glücksgefühl auflöste. Vor allem der Initiator von der Universität, Prof. Stefan Heusler, und der Komponist Yannick Paget strahlten und tanzten mit den ChoristInnen zufrieden um die Wette. 

Ein langer Tag am Ende einer intensiven Vorbereitungszeit fand so seinen glanzvollen Höhepunkt, an den alle sicher sehr lange zurückdenken werden. 

Text: Dr. Melanie Klein-Bösing, Jörg von Wensierski

Fotos: Dr. Melanie Klein-Bösing (1, 4, 7), Florian Graser