Projektwoche „Europa – weltoffen“: Exkursion nach Bonn

25.06.2026

Im Rahmen unserer Projektwoche „Europa – weltoffen“ führte uns der zweite Projekttag nach Bonn – die ehemalige Bundeshauptstadt Deutschlands und heute ein wichtiger internationaler Standort der Vereinten Nationen.

Bereits die Anreise stellte uns vor einige Herausforderungen. Unser ursprünglich geplanter Zug fiel kurzfristig aus, sodass wir spontan auf eine andere Verbindung ausweichen mussten. Auch während der weiteren Fahrt kam es immer wieder zu Verspätungen, weshalb wir längere Wartezeiten an verschiedenen Bahnhöfen in Kauf nehmen mussten. Trotz der Schwierigkeiten ließen wir uns die gute Stimmung nicht verderben und erreichten schließlich unser Ziel.

In Bonn angekommen, nahmen wir zunächst an einer Führung durch das ehemalige Regierungsviertel und das heutige UN-Viertel teil. Dabei erfuhren wir viel über die Geschichte Bonns als Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland und über die politischen Verhandlungen, die nach der Wiedervereinigung zur Entscheidung führten, den Regierungssitz nach Berlin zu verlegen. Besonders spannend war zu erfahren, wie knapp die Abstimmung damals ausfiel.

Während unseres Rundgangs sahen wir den Rhein, das ehemalige Parlaments- und Regierungsviertel, das Klimasekretariat der Vereinten Nationen sowie den „Langen Eugen“, das frühere Abgeordnetenhochhaus des Deutschen Bundestages, das heute von den Vereinten Nationen genutzt wird. Außerdem kamen wir an einer Skulptur von Konrad Adenauer vorbei. Die Darstellung des ersten Bundeskanzlers fällt besonders durch ihren großen Kopf und die verschiedenen Symbole hinter ihm auf. Die Skulptur regte dazu an, über Adenauers Rolle beim Wiederaufbau Deutschlands und bei der europäischen Einigung nachzudenken.

Nach einer kurzen Stärkung stand der Besuch im ,,Haus der Geschichte“ auf dem Programm. Dort erhielten wir eine interessante und abwechslungsreiche Führung durch die deutsche Geschichte seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Besonders beeindruckend waren die vielen interaktiven Stationen, die Geschichte greifbar machten. Dazu gehörten auch persönliche Berichte und bewegende Schicksale von Menschen, die den Holocaust überlebt hatten, sowie Geschichten von Menschen, die unter der nationalsozialistischen Herrschaft ihr Leben verloren.  Von der Teilung Deutschlands und dem Leben in der DDR über die Zusammenarbeit mit europäischen Nachbarstaaten bis hin zu Alltagsgegenständen aus verschiedenen Jahrzehnten gab es viel zu entdecken. Die Ausstellung zeigte eindrucksvoll, wie sich Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten entwickelt hat und welche Ereignisse unser Land geprägt haben.

Auch die Rückreise verlief nicht ganz nach Plan. Aufgrund weiterer Verspätungen mussten wir erneut flexibel reagieren und auf andere Zugverbindungen ausweichen. Trotz aller Schwierigkeiten kamen wir schließlich wieder wohlbehalten zurück.

Insgesamt war die Exkursion nach Bonn ein gelungener und lehrreicher Tag an welchem wir viele spannende Eindrücke sammeln konnten. Wir haben Geschichte dort erlebt, wo wichtige politische Entscheidungen getroffen wurden, und konnten unser Wissen über Deutschland, Europa und die internationale Zusammenarbeit erweitern. Damit war der Ausflug ein besonderer Höhepunkt unserer Projektwoche.

von Lucy Wewel (Q1)