Kunstprojekt „Building Bridges – Sharing Horizons“: Brücken bauen über Grenzen hinweg
Vom 08.02.26 bis zum 12.02.26 war das Gymnasium Paulinum Gastgeber eines besonderen internationalen Austauschs: 17 Schülerinnen aus unserer israelischen Partnerstadt Rishon LeZion sowie 7 Schüler:innen aus dem muslimisch geprägten Beduinendorf Ka’abiyye in Israel kamen nach Münster, um das Kunstprojekt „Between Fences“ gemeinsam mit Schüler:innen des Paulinum weiterzuführen.
Von der Idee zur persönlichen Begegnung
Bereits Anfang des Jahres 2025, im Rahmen eines multinationalen Projekts, das von der Partnerstadt Rishon LeZion in Kooperation mit dem Büro Internationales der Stadt Münster initiiert und zusammen mit Schüler:innen aus Münster, Rishon LeZion, Ka’abiyye und Lublin durchgeführt wurde, entstand das Projekt „Between Fences“.
Die Schüler:innen setzten sich mit sichtbaren und unsichtbaren Grenzen auseinander – zwischen Ländern, Religionen, Lebenswelten und eigenen Grenzen – und schickten sich ihre Werke gegenseitig zu. Eine gemeinsame zeitgleiche Ausstellungseröffnung mit Liveschaltung im Juni an zwei Orten – Rishon LeZion und Münster – machte deutlich, wie verbindend Kunst sein kann.
Aus dem Wunsch heraus, diese Zusammenarbeit zu vertiefen und sich persönlich kennenzulernen, entstand nun diese erste Begegnung von israelischen und deutschen Schüler:innen am Paulinum. Alle Schülerinnen des geschlossenen Kunstkurses der Gan Nahum High School aus Rishon LeZion wie auch Schüler:innen der Tomashin High School aus Ka’abiyye reisten gemeinsam nach Münster. Untergebracht in Gastfamilien erlebten sie am Paulinum nicht nur künstlerische Zusammenarbeit, sondern bekamen auch Einblicke in das Leben und den Lebensalltag von Jugendlichen und ihren Familien im westfälischen Münster und Umgebung.
Begleitet wurde die Gruppe Jugendlicher von dem Kunstlehrer Yossi Assouline und dem Schulleiter Dudi Hershko (Gan Nahum High School), dem Englischlehrer Ehab Seh und dem Schulleiter Metkal Sabtan (Tomashin High School) sowie von Annette BenShachar (International Office, City of Rishon LeZion) und Meyrav Kopito (Youth Department, City of Rishon LeZion).
Kreatives Arbeiten am Paulinum
Die künstlerische Arbeit stand an vier Vormittagen im Mittelpunkt. Gemeinsam leiteten die Kunstlehrerin Birgit Seggewiß, verantwortlich für das Kunstprojekt und den Austausch, und der israelische Kunstlehrer Yossi Assouline die Workshops zum Thema „Building Bridges – Sharing Horizons“. Es entstanden eindrucksvolle Brückenkonstruktionen, die sowohl im Schulgebäude als auch im Außenbereich inszeniert wurden. Das Motiv der Brücke wurde dabei ganz konkret umgesetzt – als Symbol für Dialog, Annäherung und gegenseitiges Verständnis.
Parallel gestalteten die Jugendlichen ein Art Journal, in dem sie ihre Eindrücke, Gedanken und Skizzen festhielten. Auch der Zoo und die Stadt Münster wurden zeichnerisch erkundet und künstlerisch reflektiert. Am letzten Tag konnten die Schüler:innen Jutebeutel mit Graffiti-Motiven besprühen – kreative Erinnerungsstücke an eine ganz besondere Woche.
Gemeinsam für Austausch und Verständigung
Schulleiter Dr. Franke begrüßte die Gäste am Montagmorgen am Paulinum und stellte ihnen die Schule vor. In seiner Ansprache in der Aula betonte er die Bedeutung internationaler Begegnungen, gerade in politisch herausfordernden und unsicheren Zeiten: „Precisely because the world around us often seems divided, it is so important that we come together. It is so important to give young people the opportunity to meet, to talk to one another, to work together, and to shape the future side by side.“ Auch Johanna Peek, Koordinatorin für Internationales am Paulinum, und Frau Quick unterstützten das Projekt mit großem Engagement. Besonders begleitet und gefördert wurde der Austausch in Münster vom Internationalen Büro der Stadt Münster, insbesondere durch Frau Lösel.
Brücken, die überdauern
Die Woche war geprägt von einer ausgesprochenen positiven, offenen und herzlichen Atmosphäre. Es wurde intensiv gearbeitet, viel gelacht, diskutiert und reflektiert. Zwischen den Jugendlichen entstanden Freundschaften, die über Länder- und Religionsgrenzen hinausreichen.
„Building Bridges – Sharing Horizons“ hat gezeigt: Wenn junge Menschen einander begegnen, entstehen nicht nur Kunstwerke, sondern echte Verbindungen. Die gebauten Brücken waren sichtbare Zeichen – doch die wichtigsten Brücken entstanden zwischen den Menschen, zwischen den Jugendlichen selbst.
So wurde am Paulinum erlebbar, was Austausch bewirken kann: gegenseitiges Verständnis, Vertrauen und die gemeinsame Hoffnung auf eine friedlichere Welt.
Ein herzlicher Dank gilt allen Schüler:innen aus Rishon LeZion, Ka’abiyye und Münster, den engagierten Lehrkräften, den begleitenden Schulleitungen, der Fachschaft Kunst, dem Internationalen Büro der Stadt Münster und Rishon LeZion, dem Jugendamt aus Rishon LeZion, den Verwaltungen der Städte sowie vor allem auch den Gastfamilien, die sich um die Gastschüler:innen in besonderer Weise gekümmert haben.
Ermöglicht wurde dieser Austausch durch die Förderung von Engagement Global aus Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen.
Text: Birgit Seggewiß
Fotos: Foto oben: Judith Schmitz, 1. Foto in der Galerie: Anna Chevtchenko, weitere Fotos: Birgit Seggewiß, Johanna Peek
Weitere Informationen der Stadt Münster und auf Instagram.




















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