Exkursion zur Villa ten Hompel – Thementag der Klasse 9 

11.05.2026

Im Rahmen des Geschichtsunterrichts besuchte unsere Klasse am 21. April die Villa ten Hompel in Münster. Sie ist ein interessanter Ort, der sich mit der Geschichte der Ordnungspolizei im Nationalsozialismus auseinandersetzt. 

Empfangen wurden wir von drei Studentinnen, die den Tag für uns moderierten. Nach einer Vorstellungsrunde erhielten wir eine Einführung in die Vorkriegszeit, von den goldenen Zwanzigern über die Weltwirtschaftskrise bis zu Beginn des Nationalsozialismus. Daran anschließend wurde uns noch ein kurzes Video zum Thema „Demokratie als Feind“ präsentiert, welches den Aufstieg des Nationalsozialismus thematisierte. 

Anschließend wurde unsere Klasse in zwei kleinere Gruppen unterteilt und es folgte eine chronologische Führung durch die Ausstellung der Villa. Jeder Raum beschäftigte sich dabei mit einem anderen Aspekt der NS-Zeit, wie unter anderem der systematischen Verfolgung von Juden, Sinti und Roma sowie weiteren Gruppen, der Rolle der Ordnungspolizei mit Sitz in der Villa, und des Alltags in Münster während und gegen Ende des Krieges. 

Besonders eindrucksvolle Artefakte waren der Klasse 9b zufolge Objekte wie ein echter Judenstern oder ein Flugblatt, welches Juden und Zwangsarbeiter den Zugang zu Schutzunterkünften während Bombenangriffen untersagte. Zudem hat ein im Boden eingelassenes Balkendiagramm, welches sich durch die gesamte Villa erstreckte, in der Klasse für Unruhe gesorgt, da es einem das Verhältnis zwischen der Zahl der Holocaustopfer und den tatsächlich verurteilten Tätern in NRW vor Augen führte. 

Eine schöne Abwechslung war die abschließende Diskussionsrunde zu aktuellen gesellschaftspolitischen Fragen.  

Der Thementag war eine großartige Erfahrung und eine ausgezeichnete Ergänzung zu unserem Geschichtsunterricht. Besonders das Thema „Demokratie als Feind“ hat uns gezeigt, wie fragil eine Demokratie sein kann und dass es an uns liegt ,diese zu schützen. 

Von Justus Klüsener (9b)