Ein bewegender Appell gegen Sucht und Wegsehen

06.02.2026

Am Donnerstag (06.02.) kamen die Schülerinnen und Schüler der 9. Jahrgangsstufe in der Aula zusammen, um den bewegenden Bericht der Familie Holze zu hören. Ihr Sohn Tilman hatte 2012 am Paulinum sein Abitur abgelegt, bevor er Jahre später nach einer achtjährigen Abhängigkeit von unterschiedlichen Drogen an einer Fentanyl-Überdosis verstarb. Viele Zuhörende fragten sich dabei unweigerlich, wie es zu diesem tragischen Schicksal kommen konnte. Offen und sehr persönlich schilderten Tilmans Eltern, Dr. Erhard Holze und seine Frau Christiane, den Lebensweg ihres ältesten von insgesamt drei Söhnen. Sie beschrieben, wie Tilman schrittweise in die Sucht geriet, über lange Zeit keine Hilfe zulassen konnte und schließlich unter tragischen Umständen starb. Besonders Tilmans Mutter, die früher als Lehrerin am Paulinum unterrichtet hatte, richtete dabei einen eindringlichen Appell an die Jugendlichen: „Unterschätzt nicht die Gefahren! Passt auf Euch und eure Freunde auf!“

Viele Schülerinnen und Schüler waren tief bewegt, bedankten sich am Ende des Vortrags bei Tilmans Eltern mit Worten wie: „Sie verdienen unseren größten Respekt dafür, Ihre Geschichte so offen mit uns zu teilen.“ Einige Jugendliche blieben nach dem Vortrag noch in der Aula, um Fragen zu stellen, persönliche Anliegen anzusprechen und eigene Erfahrungen zu teilen. Die Tilman-Holze-Stiftung, die von Tilmans Eltern und seinen Brüdern nach seinem Tod ins Leben gerufen wurde, trägt auf diese Weise maßgeblich zur Präventionsarbeit bei.

von Tim Fleger