Das Sonnensystem im richtigen Maßstab – ein NaWi-Projekt der 10. Klassen

22.12.2025

Üblicherweise sind die Darstellungen oder Modelle des Sonnensystems sehr unrealistisch dargestellt. Entweder sind die Abstände zwischen den Planeten oder aber die Größen der Planeten zueinander nicht maßstabsgetreu. Um eine Vorstellung davon zu bekommen, wie die Abstände und Größenverhältnisse wirklich sind, beschloss der Naturwissenschaftskurs der 10. Klassen ein maßstabsgetreues Modell zu entwickeln. Da der Durchmesser der Erde gerade einmal ein Hundertstel des Sonnendurchmessers beträgt, war den Projektteilnehmern schnell klar, dass die Sonne entsprechend groß sein muss, um die inneren Planeten Merkur, Venus, Erde und Mars überhaupt noch vernünftig darstellen zu können. Als Zentralgestirn wurde deswegen ein Gymnastikball mit einem Durchmesser von 70 cm gewählt, der im Modell auf dem Lehrerpult des Physikraums stehen sollte. Nachdem die die Größen und Abstände der Modellplaneten berechnet waren, wurde fleißig gebastelt und gemalt und mögliche Standorte recherchiert. 

Am Donnerstag vor den Weihnachtsferien war es dann so weit: Der NaWi-Kurs machte sich auf den Weg, um die Planeten an ihre Positionen zu bringen. Der Standort des Merkur war schnell erreicht, vom Physikraum zum Lehrerzimmer waren es nur ein paar Meter. Herr Dr. Franke freute sich sehr, vom Kurs die Venus überreicht zu bekommen. Im Verwaltungsbüro, zwischen Sekretariat und Elternsprechzimmern wurde die Erde platziert. Im Paulinchen, der letzten Station auf dem Paulinum-Gelände, fand der Mars seinen Platz.

Die Wege zu den äußeren Planeten waren deutlich weiter. Am Annette-Gymnasium wurde der Jupiter von Herrn Wilsmann und Herrn Deittert in Empfang genommen, der Saturn Frau Baar an der Marienschule anvertraut und der Uranus wurde am Hittorf-Gymnasium Herrn Heinrich übergeben. Leider reichte die Zeit nicht mehr dafür, den Neptun zur Friedensschule zu bringen, dafür wären weitere zwei Kilometer Fußmarsch zu bewältigen gewesen, das soll aber zeitnah im neuen Jahr nachgeholt werden. 

Die weiten Wege im Vergleich zur winzigen Größe der Planeten zu erleben, führt einem sehr deutlich die Größenverhältnisse und auch die weite Leere im Weltraum vor Augen. Das nächste Objekt außerhalb unseres Sonnensystems wäre der Stern Proxima Centauri. In unserem Modell wäre er ungefähr in Neuseeland. (Eine Übersicht über die Standorte der Planeten findet man hier.)

Der NaWi-Kurs bedankt sich sehr herzlich bei unserem Schulleiter Herrn Dr. Franke, Herrn Wilsmann und Herrn Deittert vom Annette-Gymnasium, Frau Baar von der Marienschule, Herrn Korfsmeier und Herrn Heinrich vom Hittorf-Gymnasium und Herrn Müller von der Friedensschule für die Unterstützung und die Ermöglichung dieses Projekts.

von Dr. Alexander Wilk